Eine neue Studie, die in der Zeitschrift Biomaterials veröffentlich wurde, beschreibt, wie Wissenschaftler der Yokohama National Universität in Japan eine neue Art entdeckt haben, um Haarfollikelkeime zu züchten. Tragen diese Entdeckungen dazu bei, dass nun Kahlköpfigkeit für immer heilbar ist?

Eine effektive Art, um Haarfollikelkeime zu züchten

Die von Junji Fukada geleitete Studie hat sich auf das Züchten von Haarfollikelkeimen (Englisch: hair follicle germs, kurz: HFGs) spezialisiert. HFGs sind winzig kleine Gebilde, aus denen sich die Haarfollikel entwickeln. Die Wissenschaftler verwendeten ein Sauerstoff-durchlässiges Silikon als eine Art Substrat, um darauf zwei Arten von Zellen zu platzieren. Aus diesen wuchsen in drei Tagen 5.000 HFGs. Als man diese in Mäuse implantierte, waren die HFGs in der Lage, normales Haar, das einen natürlichen Wachstumszyklus aufwies, zu produzieren.

Ein Schritt hin zu einem Heilmittel gegen Glatze

Die japanischen Wissenschaftler haben erfolgreich viel mehr HFGs als in früheren Versuchen produziert. Mit 5.000 fertigen HFGs in solch kurzer Zeit kann es sein, dass man dank dieser Entdeckungen die Behandlungen gegen Haarausfall deutlich verbessern kann. Wenn es möglich ist, dass man Haare aus dem Labor verwendet, dann können vor allem solche Patienten erfolgreich behandelt werden, die zu wenige Spenderhaare für eine Haartransplantation haben. Fukada jedoch sagt, dass es mindestens 5 Jahre dauern wird, bis man die Studie an Menschen testen kann. Und sogar noch länger, bevor diese Behandlung eingesetzt werden kann.

Können McDonald’s-Pommes Haarausfall heilen?

Nach der Veröffentlichung der Studie im Februar 2018 haben viele Medienberichte einen interessanten Aspekt zum Thema Silikon, das in der Studie verwendet worden ist, betont. Dimethylpolysiloxan wird in vielen Produkten des täglichen Lebens verwendet, von Pflastern über Kosmetik bis hin zu dem Öl, in dem die Pommes Frites von McDonald’s frittiert werden. Dies führte zu einer Reihe von Online-Diskussionen, in denen es darum ging, ob Fast Food dabei helfen könne, Haarausfall zu verhindern. Fukada wurde in einem Artikel der Japan News zitiert: „Ich würde mich schämen, wenn Leute behaupten würden, dass solches Essen helfen würde!“ Er war schockiert über diese fehlerhaften Interpretationen seiner Forschung.

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Ergebnisse japanischer Studien – eine neue Behandlung gegen Haarausfall?